NEPS-Entscheidungen

Das Projekt „NEPS-Entscheidungen” ist zuständig für die Erhebung soziodemographischer Informationen und für die Entwicklung von Instrumenten, die der Erklärung von Bildungsungleichheiten in allen Startkohorten des Nationalen Bildungspanels dienen. Das Projekt richtet den Blick auf die Ursachen von nach sozialstrukturellen Gruppen variierenden Bildungsentscheidungen, wie beispielsweise die Schulwahl bei der Einschulung, die Wahl einer weiterführenden Schule, die Fortführung der Bildungskarriere in Form eines Studiums oder einer beruflichen Ausbildung, oder die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung. Schichtspezifische Unterschiede in den Bildungsentscheidungen lassen sich selbst dann beobachten, wenn vergleichbare Leistungen (z. B. Noten, Kompetenzen, Zertifikate) vorliegen.

 

Deshalb ist zu klären, welche Bedeutung Bildungsaspirationen, Motivation, Erfolgserwartungen und Bewertungen der Kosten von Bildung je nach gesellschaftlicher Schicht haben und welche Rolle schichtspezifische Unterschiede im Zugang zu finanziellem, kulturellem und sozialem Kapital beim Bildungserwerb spielen. Das Projekt konzentriert sich dabei auf die wichtigsten soziologischen Theorien zur Erklärung von Bildungsungleichheit. Dies sind Rational-Choice-Theorien, Bounded-Rationality-Ansätze, Theorien zu Normen und Bezugsgruppeneffekten und Theorien kulturellen und sozialen Kapitals.

 

Kontakt: neps-entscheidungen(at)lifbi.de

 

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