Bereits vor Schulbeginn zeigen viele empirische Studien deutliche Entwicklungsunterschiede bei Kindern im Zusammenhang mit der sozialen Herkunft (z. B. im Bereich der Sprache oder den numerisch-mathematischen Fertigkeiten). Diese Unterschiede erweisen sich als sehr stabil und sind über das Vorschul- und Schulalter bis in die berufliche Bildung und den Arbeitsmarkt hinein nachzuweisen. Im Projekt „Social InEquality and its Effects on Child Development: A Study of Birth Cohorts in the UK, Germany and the Netherlands“ (SEED) werden die Mechanismen der Entstehung, Veränderung und Wirkungen sozialer Disparitäten anhand repräsentativer Längsschnittstudien aus verschiedenen Ländern erforscht.

 

SEED hat dabei zwei zentrale Ziele:

 

  1. Die Untersuchung von Mechanismen, durch die sich soziale Ungleichheiten auf die kindliche Entwicklung, insbesondere den Erwerb sprachlicher und sozio-emotionaler Kompetenzen, auswirken
  2. Die Untersuchung der Auswirkungen der sich entwickelnden sozial bedingten Disparitäten auf Leistungsmuster in der Schule und die weitere Entwicklung der Kinder

Die Analysen von SEED werden auf den folgenden repräsentativen Längsschnittstudien der drei Antragsländer (Deutschland, Großbritannien, Niederlande) basieren:

 

  • Nationales Bildungspanel (NEPS): NEPS-Startkohorte 1 „Neugeborene“; NEPS-Startkohorte 2 „Kindergarten“; BiKS-3-13: Längsschnittstudie der Forschergruppe „Bildungsprozesse, Kompetenzentwicklung und Selektionsentscheidungen im Vorschul- und Schulalter“ aus Deutschland,
  • Millennium Cohort Study (MCS); Growing up in Scotland (GuS); The British Cohort Study 1970 (BCS70) aus Großbritannien sowie
  • The Generation R Study (GenR) aus den Niederlanden.

 

Das Forscherteam setzt sich aus Forscherinnen und Forschern der drei antragstellenden Länder zusammen, die sich auf unterschiedlichen Karrierestufen befinden. Am Standort Bamberg kooperiert das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe eng mit dem Team von Prof. Dr. Sabine Weinert an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

 

Neben den großen Studien aus diesen Ländern werden die Analysen auch durch Kooperationen mit den USA, Kanada und Australien ergänzt und erweitert.

 

Leitung des deutschen Teams:

  • Dr. Jutta von Maurice & Dr. Manja Attig, Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), Bamberg
  • Prof. Dr. Sabine Weinert & Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach, Otto-Friedrich-Universität Bamberg


Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:

  • Wei Huang, LIfBi, Bamberg
  • Claudia Karwath, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

 

Internationale Partner in SEED:

  • Prof. Dr. James Law (Sprecher), Dr. Cristina McKean und Dr. Helen Wareham, Newcastle University, Newcastle upon Tyne
  • Robert Rush, Queen Margaret University
  • Dr. Marie Christine Franken, Associate Prof. Pauline Jansen, Prof. Henning Tiemeier und Dr. Marc van der Schroeff, Erasmus University Medical Center, Rotterdam
  • weitere internationale Kooperationspartner aus USA, Kanada, Australien

 

Gefördert wird das Projekt im Rahmen des NORFACE-Programms Dynamics of Inequality Across the Life Course: Structures and Processes (DIAL).

 

Projektlaufzeit: 01/01/2018 – 12/31/2020

 

Zur internationalen Projekt-Webseite (Newcastle University)

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Wei Huang

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