Schulwege und ihre Bedeutung für Schulleistungen (SBS)

Sinkende Schülerzahlen haben in den letzten Jahren insbesondere in Ostdeutschland zu Schulschließungen geführt, dieser Trend wird sich laut Prognosen der Kultusministerkonferenz in den westdeutschen Flächenstaaten bis 2025 voraussichtlich fortsetzen. In der Folge verstärken sich bereits bestehende regionale Disparitäten im Schulangebot. Mit dem Übergang an die weiterführende Schule werden damit auch die Wegstrecken zu den besuchten Einrichtungen länger.

 

Das Projekt befasst sich mit der Frage, inwieweit die Länge der Schulwege die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler im Sekundarbereich beeinflusst. Interessant ist hierbei der Einfluss der sozialen Herkunft, da beispielsweise unterschiedliche Strategien existieren, um der objektiven Belastung durch den Schulweg entgegenzuwirken. Eine Antwort auf die formulierte Frage ist insbesondere für die Praxis im Bereich des Bildungsmanagements bzw. der Schulplanung hinsichtlich der Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung von höchster Relevanz.

 

In diesem Projekt werden Daten der Startkohorte 3 des Nationalen Bildungspanels (NEPS) genutzt, in denen Schulleistungen in Form von Noten in den Fächern Deutsch und Mathematik von Schülerinnen und Schülern beginnend in der fünften Klasse erfasst worden sind. Die Schulleistungen werden mit den tatsächlichen Entfernungen zwischen Wohnort und Schule verknüpft, um diese relevante Forschungslücke zu schließen.

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Dr.  Ingrid Stöhr

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