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Dr. Marko Neumann gibt Einblick in die „BERLIN-Studie“

17.05.2018

Unter dem Titel „Evaluation der Berliner Schulstrukturreform“ berichtete Dr. Marko Neumann, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt/Berlin, im Rahmen der Vortragsreihe LIfBilectures von der „BERLIN-Studie“. Diese Mehrkohorten-Längsschnittstudie untersucht die seit 2010/11 durchgeführte Strukturreform im Sekundarschulwesen in Berlin.

In seinem Vortrag stellte Neumann zentrale Befunde aus einer Kohortenvergleichsstudie sowie Auswirkungen der Einführung einer integrierten Sekundarschulform und damit der Umstellung auf ein zweigliedriges Sekundarschulsystem im Bundesland Berlin vor. Insbesondere die mit der Reform verbundenen Ziele einer Reduktion sozialer Disparitäten in den Schülerschaften der Schulen sowie die Auswirkungen auf die Leistungsniveaus, je nach Übergangstypus der Schule, standen im Zentrum seiner Ausführungen. Bezüglich beider Aspekte zeigten sich nicht die erwünschten Effekte, da sich die Stratifizierungsmuster vor und nach der Reform kaum unterschieden. Allerdings kam es zu einem deutlichen Anstieg der Übergangsquoten in die Sekundarstufe II sowie zu einem entsprechenden Anstieg hinsichtlich einer Abituraspiration. Hier zeigten sich, wie Neumann berichtete, je nach Übergangstypus der Schule deutliche Leistungsunterschiede.