Gemeinsame Frühjahrstagung der DGS-Sektionen „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ & „Bildung und Erziehung“

*** KONFERENZ AUF NOVEMBER VERSCHOBEN***

*** EINZELHEITEN FOLGEN****

Wann: 12. und 13. November 2020

Wo: Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), Wilhelmsplatz 3, 96047 Bamberg

 

Organisatorinnen

Prof. Dr. Corinna Kleinert (Leibniz-Institut für Bildungsverläufe und Universität Bamberg)
Prof. Dr. Regula Julia Leemann (Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz)
Dr. Mona Granato (Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn)
Tina Baier (Leibniz-Institut für Bildungsverläufe)
Dr. Gundula Zoch (Leibniz-Institut für Bildungsverläufe)

 

Stephanie Bartram (Assistenz der Abteilungsleitung 2)
Paul Wegener (Studentische Hilfskraft)

Call for Papers Deadline

15. November 2019
 

Auswahl der Vorträge und Poster

bis 12. Januar 2020

 

Deadline für die Konferenzanmeldung

mit aktiver Teilnahme: bis 31. Januar 2020

mit passiver Teilnahme: bis 5. Februar 2020


Programm

 

Hier finden Sie den Programmflyer Stand März (PDF).

 

Keynote-Speaker am Donnerstag

Prof. Dr. Steffen Schindler (Universität Bamberg)

Titel: "Differenzierung in der Sekundarstufe, langfristige Erträge und soziale Ungleichheit - erste Befunde aus dem LIFETRACK-Projekt"

Keynote-Speaker am Freitag

Prof. Dr. Marcus Emmerich (Universität Tübingen)

Titel: „Pädagogische Schließung und soziale Ungleichheit - Inklusion/Exklusion im Erziehungssystem“


Anmeldung zur Tagung

 

Eine Anmeldung ist für aktive TeilnehmerInnen noch bis zum 31. Januar 2020 und für passive TeilnehmerInnen (ohne Vortrag/Poster) noch bis 5. Februar 2020 per E-Mail an dgs-ungleichheit2020@lifbi.de möglich. Bitte geben Sie in Ihrer E-Mail auch an, ob Sie bestimmte Wünsche für die Verpflegung während der Tagung haben (vegetarisch, vegan, Unverträglichkeiten) und ob Sie auf eigene Kosten am Abendessen am 19. März 2020 im Restaurant Salino,Bamberg teilnehmen möchten.  

 


Bamberg - Reiseinformationen

Parken und Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Bamberg

Fahren und Parken in Bamberg

Wie erreicht man das LIfBi und mit welchen Verkehrsmitteln?

Wegbeschreibung zum LIfBi

Hotelinformationen des LIfBi

 

Hotels in Bamberg


 

Call for Paper

 (PDF)

 

Bildung ist in der heutigen Gesellschaft ein wesentlicher Motor für die Entstehung und Reproduktion sozialer Ungleichheit und gleichzeitig eine zentrale Voraussetzung für deren gesellschaftliche Legitimation. Dabei sind die Chancen auf die Teilhabe an Bildung nach wie vor nicht für alle sozialen Gruppen gleich. Die soziale Herkunft strukturiert Bildungswege über die Bildungsentscheidungen, die Eltern für ihre Kinder treffen, über die vorhandenen Ressourcen von Eltern, um ihre Kinder für die Bildungsgesellschaft vorzubereiten und ihre Bildungslaufbahn zu unterstützen wie auch durch das Handeln der Kinder selbst. Sie hat darüber hinaus auch Einfluss auf das Handeln des pädagogischen Personals, ist in die organisationalen Routinen und Erwartungen von Bildungsinstitutionen eingelagert und wirkt sich darauf aus, wie Schüler und Schülerinnen schulformspezifisch adressiert werden. In unseren hochgradig stratifizierten Bildungssystemen strukturieren frühe Bildungsentscheidungen und Zuweisungen die Bildungsoptionen, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen später offenstehen. Bildungswege sind mithin hochgradig pfadabhängig über den Lebensverlauf, und oftmals werden nicht kompensatorische Effekte von Bildungsoptionen beobachtet, sondern eine kumulative Zunahme von Ungleichheiten. Wie erfolgreich die Beteiligung an Bildung verläuft, wird in Zertifikaten dokumentiert, die darüber entscheiden, welche Berufe und Karrieren Menschen offenstehen und welche Arbeitsbedingungen sie haben. Über diese Zuweisungsfunktion bestimmt Bildung die berufliche Sicherheit und das Lebenseinkommen und beeinflusst so Armutsrisiken im gesamten Lebensverlauf. Jenseits der Arbeitswelt stehen u.a. Gesundheitsrisiken, politische Einstellungen und soziales und politisches Engagement systematisch mit der erreichten Bildung in Verbindung. Bildung ist somit ein zentrales gesellschaftliches Stratifikationsmerkmal, das soziale Gruppen und Milieus voneinander abschottet. Im Zuge der Bildungsexpansion und des rapiden technologischen Wandels in den letzten Jahren hat die Bedeutung von Bildung für die soziale Platzierung weiter zugenommen, was die Frage aufwirft, inwiefern dadurch neue gesellschaftliche Distinktionsmerkmale, Ungleichheitslinien und darüber neue Mechanismen der Reproduktion sozialer Ungleichheit entstehen. 

 

Vor diesem Hintergrund widmet sich die gemeinsame Frühjahrstagung der DGS-Sektionen „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ und „Bildung und Erziehung“ dem Thema Bildung und soziale Ungleichheit. Wir freuen uns insbesondere über Einreichungen, die neue Ansätze zur Rolle von Bildung für die Entstehung, Verfestigung oder den Wandel von sozialen Ungleichheiten vorstellen; die gesellschaftliche und politische Spannungsfelder sowie deren pädagogische und bildungspolitische Bearbeitung untersuchen, die sich aus der Legitimationsfunktion von Bildung für soziale Ungleichheiten ergeben; die dem komplexen Verhältnis von Bildung, Stratifizierung und Ungleichheit auf den Grund gehen und dabei ggf. auch Zusammenhänge von sozialer Herkunft mit anderen Ungleichheitslinien wie Geschlecht, ethnischer Herkunft oder dem Alter analysieren oder die Veränderungen in der Konfiguration von Bildung und Ungleichheit in den Blick nehmen. Explizit sind Vorträge und Poster mit unterschiedlichen methodischen und theoretischen Forschungsansätzen zu diesen Themenfeldern eingeladen, die sich auf verschiedene Teilbereiche des Bildungssystems, aber auch auf non-formale und informelle Bildung beziehen können.