Erhebung der Rechenfertigkeit im Alter von 17 Monaten

Grundlage der Erhebung der Rechenfertigkeit ist das so genannten Habituations-Dishabituations-Pradigma. [mehr dazu] Die Kinder sahen in einer festen Abfolge Bilder mit verschiedenen Mengen an Cartoon‑Schafen und ‑Bären. In der so genannten Habituationsphase wurden sie wiederholt mit derselben Zahlenrelation (immer mehr Schafe als Bären) konfrontiert. In der sogenannten  Dishabituationsphase wurde dieses Verhältnis umgekehrt oder ausgeglichen. Wurde die neue Zahlenrelation als „neu“ erkannt, zeigten die Kinder eine verlängerte Blickzeit – dies galt als Hinweis darauf, dass sie numerische Veränderungen verarbeiten konnten.

Die Betrachtungszeit der Aufgabe diente bei diesem Vorgehen dazu, die allgemeine Aufmerksamkeit der Kinder abzubilden.

Abbildung des Bildungsstandes der Mutter in dieser Publikation

Der BIldungsstand der Mutter wurde in zehn Stufen abgebildet. Diese reichen von fehlendem Abschluss bis hin zu Promotion bzw. Habilitation in aufsteigender Reihenfolge.
Grundlage dieser Einteilung bildet eine modifizierte Fassung der ISCED‑Klassifikation von 1997 (UNESCO, 2012).

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Mathematische Kompetenz Kleinkinder

Rechenfertigkeiten von Kindern mit 17 Monaten und deren mathematische Kompetenz mit vier Jahren

Die Graphik zeigt den Einfluss von sechs statistisch bedeutsamen Faktoren auf die mathematische Leistungsfähigkeit von Kindern im Alter von rund vier Jahren. Es zeigen sich positive Effekte der Rechenfertigkeit im Alter von 17 Monaten, kindbezogener Variablen wie Alter und Geschlecht (die mathematischen Kompetenzen der Mädchen sind höher) sowie des sozialen Hintergrunds der Kinder, hier der Bildungsstand der Mutter . Wird im Haushalt hauptsächlich eine an andere Sprache als die der Mehrheitsgesellschaft gesprochen, hat das negative Auswirkungen auf die mathematisch Kompetenz der Kinder. 

Das Wichtigste in Kürze

Die Graphik zeigt den Einfluss von sechs statistisch bedeutsamen Faktoren auf die mathematische Leistungsfähigkeit von Kindern im Alter von rund vier Jahren. Es zeigen sich positive Effekte der Rechenfertigkeit im Alter von 17 Monaten, kindbezogener Variablen wie Alter und Geschlecht (die mathematischen Kompetenzen der Mädchen sind höher) sowie des sozialen Hintergrunds der Kinder, hier der Bildungsstand der Mutter . Wird im Haushalt hauptsächlich eine an andere Sprache als die der Mehrheitsgesellschaft gesprochen, hat das negative Auswirkungen auf die mathematisch Kompetenz der Kinder. 

Weitere Schlaglichter

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