03.03.2027 - 04.03.2027

Frühjahrstagung 2027 der DGS Sektion "Bildung & Erziehung"

Bildung und Gesundheit

Psychische und körperliche Gesundheit sind zentrale Voraussetzungen und zugleich mögliche Folgen von Bildungsprozessen. Wohlbefinden, Resilienz und Zugehörigkeit, aber auch Stress, depressive Symptome, psychosomatische Beschwerden oder gesundheitliche Einschränkungen können Bildungsentscheidungen, Lernprozesse, Übergänge und Bildungserfolg über den gesamten Lebensverlauf prägen. Zugleich sind Bildungskontexte selbst Orte, an denen psychische und körperliche Gesundheit gefördert, stabilisiert oder gefährdet werden können.

Die Frühjahrstagung 2027 fragt nach den Wechselwirkungen zwischen Bildung und Gesundheit. Im Mittelpunkt stehen empirisch-analytische Beiträge, die psychische oder körperliche Gesundheit als Voraussetzung, Begleiterscheinung oder Folge von Bildungsprozessen untersuchen. Beiträge zu unterschiedlichen Etappen des Bildungsverlaufs sind ebenso erwünscht wie soziologische, psychologische, erziehungswissenschaftliche, gesundheitswissenschaftliche und interdisziplinäre Perspektiven. Mögliche Beiträge können sich unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Wie beeinflussen psychische Gesundheit, Wohlbefinden, oder chronische Erkrankungen Bildungsentscheidungen, Kompetenzerwerb, Übergänge, Abbrüche und Bildungserfolg?
  • Welche Anforderungen in Bildungseinrichtungen gehen mit Belastungen einher, und welche Ressourcen oder Maßnahmen können diese abfedern?
  • Wie unterscheiden sich Gesundheit und Wohlbefinden im Bildungskontext nach sozialer Herkunft, Geschlecht, oder Migrationserfahrung?
  • Welche Rolle spielen Krisen, Digitalisierung, soziale Medien, Leistungsdruck, Armut, Einsamkeit oder Diskriminierung für Gesundheit im Bildungsverlauf?
  • Welche Daten, Designs und Messkonzepte eignen sich, um psychische und körperliche Gesundheit, Wohlbefinden oder Resilienz im Bildungsverlauf empirisch zu untersuchen?

Eingeladen sind primär empirische, aber auch konzeptionelle Beiträge. Besonders willkommen sind Analysen mit kausalen Designs sowie Beiträge, die Bildungs- und Gesundheitsdaten, soziologische und psychologische Konzepte oder Präventions- und Ungleichheitsfragen miteinander verbinden.
Wir bitten um Abstracts für Vorträge oder Poster im Umfang von maximal 500 Wörtern. Die Abstracts können auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden. Bitte geben Sie an, ob der Beitrag als Vortrag, Poster oder für beide Formate berücksichtigt werden soll.

Die Keynote wird von Professor Björn Högberg gehalten.

Einreichungsfrist: 30. November 2026
Einreichung via Einreichungsformular