Wie wurde „Bildung“ definiert?

Die dreiteilige Unterscheidung des Merkmals elterliche Bildung wurde in diesem Beitrag, wie inzwischen sehr häufig in international vergleichenden Beiträgen, folgendermaßen vorgenommen:  

Hohe Bildung bedeutet mindestens einen Bachelorabschluss. 

Niedrige Bildung meint in Deutschland: mittlere Reife ohne Berufsausbildung, Hauptschul- oder kein Schulabschluss, in den Niederlanden: ohne berufliche Ausbildung oder Hochschulzugangsberechtigung, in Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Japan und den USA: keine Qualifikation außer dem regulären Sekundarschulabschluss.

Mittlere Bildung umfasst alle Bildungsabschlüsse zwischen diesen beiden Kategorien. [Mehr dazu]

Wie wird „Sozioökonomische Status“ in diesem Schlaglicht verwendet?

Der SES wurde mithilfe des International Socio Economic Index of Occupaional Status (ISEI) (mehr dazu) erfasst, welcher die sozioökonomische Stellung der Eltern über den Beruf ermittelt. Der Wert steht dabei für Prestige ebenso wie für die Lebenseinkommenschancen der zugrundeliegenden Berufsposition.

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Zuwachs naturwissenschaftlicher Kompetenz von Grundschulkindern (häusliches Umfeld)

Einflussfaktoren für den Zuwachs naturwissenschaftlicher Kompetenz von Grundschulkindern zuhause

Die Grafik zeigt fünf statistisch bedeutsame (farbig) und drei statistisch unbedeutsame (grau) Einflussfaktoren (β) im häuslichen Umfeld für den Zuwachs naturwissenschaftlicher Kenntnisse von der ersten bis zur dritten Klasse. Vorschulisch erworbene naturwissenschaftliche Kompetenzen erhoben in Klasse 1 weisen den stärksten Einfluss auf und sind damit entscheidend für den Stand in Klasse 3. Im Vergleich hierzu weniger bedeutsam sind die Bildung der Eltern , deren sozioökonomischer Status (SES) , das Geschlecht der Schülerinnen und Schüler sowie die Anzahl der Bücher zuhause. Die Grundlagen für naturwissenschaftliche Kompetenzen werden demnach schon vor der Schule gelegt.

Das Wichtigste in Kürze

Die Grafik zeigt fünf statistisch bedeutsame (farbig) und drei statistisch unbedeutsame (grau) Einflussfaktoren (β) im häuslichen Umfeld für den Zuwachs naturwissenschaftlicher Kenntnisse von der ersten bis zur dritten Klasse. Vorschulisch erworbene naturwissenschaftliche Kompetenzen erhoben in Klasse 1 weisen den stärksten Einfluss auf und sind damit entscheidend für den Stand in Klasse 3. Im Vergleich hierzu weniger bedeutsam sind die Bildung der Eltern , deren sozioökonomischer Status (SES) , das Geschlecht der Schülerinnen und Schüler sowie die Anzahl der Bücher zuhause. Die Grundlagen für naturwissenschaftliche Kompetenzen werden demnach schon vor der Schule gelegt.

Weitere Schlaglichter

07

Wortschatzzuwachs und Vorlesen im Alter von drei Jahren

05

Internationaler Vergleich: Verzerrte Lehrkrafturteile Mathematik – Grundschulkinder

08

Entwicklung naturwissenschaftliche Kompetenz (Schule)