Berechnung des Haushaltsäuquivalenzeinkommens

In dieser Publikation wurde das Haushaltäquivalenzeinkommmen nach der sog. OECD-modified scale berechnet. Das bedeutet: Das gesamte Nettohaushaltseinkommen wurde durch einen Nenner geteilt, der sich wie folgt zusammensetzt: Eine erwachsene Person im Haushalt bekommt den Faktor 1, jede weitere über 14 Jahren den Faktor 0,5, und jede Person unter 14 Jahren den Faktor 0,3. Bei  einer Familie mit zwei Elternteilen und zwei Kindern unter 14 Jahren bedeutet das: das Nettogesamteinkommen wird durch 1 + 0,5 + 0,3 + 0,3, also 2,1, geteilt.

Mathematische Kompetenz in dieser Publikation (NEPS)

Mathematische Kompetenz wird über eine Reihe von Aspekten wie zum Beispiel mathematisches Problemlösen und Argumentieren erhoben.

Studie aus den USA

Die in dieser Publikation verwendet Daten stammen aus der Early Childhood Longitudinal Study, Kindergarten Class 2010–11 (ECLS-K: 2011) mit 18.150 Kindern, die 2010 in den Kindergarten kamen. Sie sind im Durchschnitt in dieser Analyse rund sechs Jahre alt und somit ein Jahr jünger als die Teilnehmenden aus Deutschland und besuchen den Kindergarten, die Kinder aus Deutschland die erste Klasse der Grundschule. Der Kindergarten ist in den USA Teil des Primarschulsystems, da Kinder hier im Gegensatz zu Deutschland entlang eines Lehrplans altershomogen unterrichtet werden. Daher haben Kinder in beiden Ländern zum Zeitpunkt der Datenerhebung trotz Altersunterschieden ähnlich viel Zeit im schulischen Kontext verbracht. Dies ermöglicht eine gute Vergleichbarkeit beider Gruppen, wenn – wie in dieser Publikation – der Einfluss verschiedener Faktoren auf ihre Kompetenzen analysiert wird.

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Internationaler Vergleich Kompetenz Mathematik Beginn Primarschule

Mathematische Kompetenz am Anfang der Primarschule: Vier Faktoren sozialer Ungleichheit wirken in Deutschland und USA unterschiedlich

Die Abbildung zeigt die Wirkung von vier Faktoren sozialer Ungleichheit auf die mathematische Kompetenz von Kindern zu Beginn ihrer Primarschulzeit in Deutschland und den USA . Vor allem bei diesen Faktoren - die Forschenden betrachteten deutlich mehr - traten statistisch bedeutsame Unterschiede zwischen den Ländern zutage, auch wenn die Effekte in den Ländern selbst nicht immer bedeutsam sind. Sind die Eltern alleinerziehend, fallen die Kompetenzen in Mathematik bei Kindern in Deutschland größer, bei Kindern in den USA hingegen geringer aus. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Frage, welche Sprache zu Hause gesprochen wird: Ist es in den USA eine andere als Englisch, sind die mathematischen Kompetenzen der Kinder im Vergleich geringer. Mädchen haben in Deutschland geringere mathematische Kompetenzen, ebenso Kinder von Eltern, die im Ausland geboren sind.

Das wichtigste in Kürze

Die Abbildung zeigt die Wirkung von vier Faktoren sozialer Ungleichheit auf die mathematische Kompetenz von Kindern zu Beginn ihrer Primarschulzeit in Deutschland und den USA . Vor allem bei diesen Faktoren - die Forschenden betrachteten deutlich mehr - traten statistisch bedeutsame Unterschiede zwischen den Ländern zutage, auch wenn die Effekte in den Ländern selbst nicht immer bedeutsam sind. Sind die Eltern alleinerziehend, fallen die Kompetenzen in Mathematik bei Kindern in Deutschland größer, bei Kindern in den USA hingegen geringer aus. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Frage, welche Sprache zu Hause gesprochen wird: Ist es in den USA eine andere als Englisch, sind die mathematischen Kompetenzen der Kinder im Vergleich geringer. Mädchen haben in Deutschland geringere mathematische Kompetenzen, ebenso Kinder von Eltern, die im Ausland geboren sind.

Weitere Schlaglichter

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Kindergartenbesuch und Bildung der Eltern

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Politisches Vertrauen 2020/21: Bundesregierung

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Erwarteter Schulabschluss: Grundschülerinnen und -schüler