Das Vorgehen im Projekt TyMin ist systematisch in vier Arbeitspakete untergliedert, um methodisch fundiert ein quantitatives Messinstrument zu entwickeln. Dabei werden verschiedene Erhebungs- und Analysemethoden im Sinne eines Mixed-Methods-Ansatzes kombiniert.
Die vier Arbeitspakete und ihre Methoden:
1. Itementwicklung: In diesem ersten wichtigen Schritt wird die qualitative Typologie, also die Erkenntnisse aus den früheren Lehrkraftinterviews, in konkrete Testfragen bzw. Items übersetzt. Die besondere Herausforderung besteht dabei darin, dass Lehrkräften ihre eigenen Orientierungen häufig reflexiv nicht zugänglich sind, wobei diese Orientierungen maßgeblich unterrichtliches Handeln strukturieren. Dies wird in der Konstruktion der Items stets mitgedacht.
2. Qualitätssicherung: Bevor der Fragebogen eingesetzt wird, wird er umfassend auf Verständlichkeit (durch Lehrkräfte) und auf wissenschaftliche Genauigkeit (durch ein internationales Expertenteam) geprüft.
3. Entwicklungsstudie: Das Projektteam exploriert, ob sich die Muster, die in der Typologie sichtbar werden, auch in einer Stichprobe von 600 Lehrkräften widerspiegeln. Zudem wird untersucht, wie die Überzeugungen beispielsweise mit der Berufserfahrung oder der Schulform zusammenhängen.
4. Ergebnisse teilen: Die Befunde werden kontinuierlich in Fachzeitschriften publiziert und auf Tagungen präsentiert.