Am 29. September 2026 ist es wieder so weit: Die Leibniz-Gemeinschaft lädt zum Austausch mit rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus allen Fachrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft ein. Bei der diesjährigen Ausgabe von "Book a Scientist" ist das LIfBi mit 9 spannenden Themen aus der Bildungsforschung dabei.
Termine für die Online-Gespräche können von allen Wissenschaftsinteressierten ab sofort gebucht werden.
Geschwister: Wie sie unser Leben prägen
Wer selbst Geschwister hat, weiß: Kaum eine Beziehung ist widersprüchlicher und einzigartiger. Geschwister haben eine bedeutende Rolle für die individuelle Entwicklung. Forscher:innen weisen darauf hin, dass wir uns von Schwestern und Brüdern viel abgucken können, und z.B. soziale Fähigkeiten für das spätere Leben einüben können. Sprechen Sie mit Elena Wittmann darüber, welchen einen Einfluss die Geschwisterbeziehung auf unser Selbstbild, unsere Entwicklung und unseren Bildungsweg hat.
Weiterbildung beim und nach dem Übergang in die Rente
In der öffentlichen Wahrnehmung wird Weiterbildung oft mit beruflichem Lernen verbunden. Doch auch jenseits des Erwerbslebens bilden sich Menschen weiter. Sprechen Sie mit Dr. Madlain Hoffmann darüber, wie verbreitet Weiterbildung in der Rentenphaseist, wer sich sich in späteren Lebensphasen weiterbildet und was Forscher:innen über die Gründe wissen, auch im höheren und hohen Alter zu lernen und sich aktiv weiterzubilden.
Lesekompetenz bei Jugendlichen: Welche Einzelkomponenten sind wichtig und wie entwickelt sie sich?
Lesen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten für schulischen Erfolg – doch was macht gutes Leseverständnis eigentlich aus? In ihrer Forschung untersucht Kerstin Schwenkschuster, welche Fähigkeiten Jugendliche brauchen, um Texte gut zu verstehen, und wie sich das Leseverständnis im Laufe der Schulzeit entwickelt. Dabei zeigt sich: Leseverständnis entwickelt sich noch bis ans Ende der Schulzeit weiter – und stagniert nicht, wie oft angenommen.
Was zeigen uns frühe Entwicklungsmeilensteine über Chancen und Potenziale von Kindern?
In den ersten Lebensjahren ist die Kindesentwicklung äußerst dynamisch: Manche Kinder starten früher, andere holen später auf. Entwicklungsmeilensteine helfen dabei, Fähigkeiten von Kindern besser zu verstehen. Ihre Interpretation ist aber nicht immer einfach, weil sich manche Fähigkeiten im Alltag nur schwer beobachten lassen. Erfahren Sie im Gespräch mit Dr. Maximilian Seitz, wie Eltern und andere Bezugspersonen die Lern- und Entwicklungsumwelten von Kindern gestalten können.
Wie kann Vielfalt in standardisierten Befragungen erfasst werden?
Begriffe wie „Geschlecht“ und „Familie“ sind heute vielfältiger denn je – doch standardisierte Studien können das oft noch nicht erfassen. Die Bildungsforschung arbeitet daran, neue Konzepte und Erhebungsinstrumente zu entwickeln, um geschlechtliche Identität und die zunehmend vielfältige Lebensrealität von Familien besser berücksichtigen und erforschen zu können. Welche Ansätze bereits erprobt werden und wo auch ganz praktische Herausforderungen liegen, erklärt Ihnen Dr. Monja Schmitt.
Bildungsaspirationen von inklusiv unterrichteten Schüler:innen mit sonderpädagogischen Förderbedarfen
Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf oft schwierig; Schulabschlüsse spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Forschung von Sebastian Bauer deutet darauf hin, dass ihre Ziele sehr unterschiedlich sind. Besonders bei angepassten Lernzielen fallen Abschlusswünsche niedriger aus; zugleich könnte eine Rolle spielen, was Lehrkräfte ihnen zutrauen und welche Ziele Jugendliche dadurch als erreichbar ansehen.
Datenschutz-Anforderungen bei großen sozialwissenschaftlichen Studien
Bei der Untersuchung von Bildung und ihrem Gelingen stehen Menschen im Fokus. Um Veränderungen über das Leben hinweg zu erforschen, werden dieselben Personen wiederholt befragt. Dafür müssen ihre Kontaktdaten verarbeitet werden. Damit die Menschen wissen, worauf sie sich einlassen, erklären wir Forschenden ihnen den Umgang mit ihren Daten. Gleichzeitig sollen die Daten möglichst früh für die Forschung nutzbar sein. Über diesen Spagat möchte Meike Bender mit Ihnen sprechen.
Gesundheit und Bildungsungleichheit
Es ist allgemein bekannt, dass der soziale Hintergrund und das Geschlecht den Bildungsweg prägen – doch auch die Gesundheit spielt eine Rolle und beeinflusst die schulischen Leistungen und den Bildungserfolg. Dies hat große gesellschaftliche Relevanz: Angesichts zunehmender psychischer Probleme bei jungen Menschen drohen gesundheitsbedingte Ungleichheiten die Bildungsunterschiede weiter zu vergrößern. Dr. Jacqueline Kroh untersucht, wie Gesundheit Bildungsprozesse beeinflusst und freut sich auf Gespräche mit Ihnen!
Wie soziale und migrationsbezogene Bildungsungleichheiten entstehen – und welche Rolle das Bildungssystem dabei spielt
Warum treffen Familien unterschiedliche Bildungsentscheidungen? Sprechen Sie mit Dr. Melanie Olczyk darüber, wie soziale Herkunft, Migrationserfahrungen und das Bildungssystem Bildungswege prägen und wie Bildungsungleichheiten entstehen.
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