JAHR 2022

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Befragungsstart im Herbst 2022: Neue Langzeitstudie soll Erkenntnisse zur Zukunft von Bildung liefern

05.09.2022

Digitalisierung des Lernens, Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, gesellschaftliches Engagement. Diese und weitere Themen stehen ab dem Schuljahr 2022 im Mittelpunkt der neuesten Studie des Nationalen Bildungspanels (NEPS-Studie). Unter dem Studientitel „Bildung für die Welt von morgen“ sollen bis zu 20.000 Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgangsstufe sowie zusätzlich Personen aus deren Umfeld regelmäßig befragt werden. Viele Regel- und Förderschulen haben bereits ihre Teilnahme an der neuen Studie zugesagt; weitere Schulen werden zu Beginn des neuen Schuljahres kontaktiert. Die ersten Befragungen der Teilnehmenden starten dann im Oktober.

 

Dass Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern sich an der neuen NEPS-Studie beteiligen, ist entscheidend, um eine einzigartige Datengrundlage zu schaffen, die der Wissenschaft wie auch der Bildungspraxis, -administration und -politik wichtige Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der Bildung in Deutschland liefern kann. Die Bildungswege der Teilnehmenden aus mehreren hundert Schulen werden dafür über viele Jahre hinweg mittels Befragungen und Kompetenztests begleitet. Darüber hinaus bietet die Studie „Bildung für die Welt von morgen“ eine Anschlussmöglichkeit zum IQB-Bildungstrend. Dieser erhebt regelmäßig, inwieweit Schülerinnen und Schüler in Deutschland die in allen Bundesländern verbindlichen Bildungsstandards erreichen und an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht. Die Verknüpfung mit den bereits vorliegenden Daten der NEPS-Studie bietet eine langfristige Perspektive auf Bildungsverläufe ab der weiterführenden Schule, die international einmalig ist.

Die Studie „Bildung für die Welt von morgen“ ist Teil der großangelegten NEPS-Studie „Bildungsverläufe in Deutschland“, die auch unter dem Namen „Nationales Bildungspanel“ (National Educational Panel Study) bekannt ist. Seit ihrem Start vor zwölf Jahren ist das NEPS mit rund 60.000 Teilnehmenden aller Altersstufen und zusätzlich 40.000 Personen aus deren Umfeld die größte Langzeit-Erhebung zu Bildung in Deutschland. Es erfasst die Kompetenzentwicklung und die Bildungsverläufe in verschiedenen Teilstudien von der frühen Kindheit bis ins hohe Erwachsenenalter. Verantwortlich für die Planung und Koordination ist ein interdisziplinäres Konsortium von namhaften Forschungsinstituten unter der Leitung von Prof. Dr. Cordula Artelt, der Direktorin des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg.