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ReGES stellt Ergebnisse zu Bildungsverläufen geflüchteter Jugendlicher in Deutschland vor

13.11.2019

Wie stellt sich die Bildungssituation geflüchteter Jugendlicher in ihrem Herkunftsland, während der Flucht sowie nach ihrer Ankunft in Deutschland dar? Antworten auf diese Frage stellte das Team der LIfBi-Studie „Refugees in the German Educational System (ReGES)“ am 11. November auf einer internationalen Konferenz in Osnabrück vor.

Die aktuellen Ergebnisse der BMBF-finanzierten Studie zeigen, dass die Schulbiographien bereits vor, aber insbesondere auch während der Flucht unterbrochen waren. Da sich die Einschulung in der Regel stark am Schulzyklus ausrichtet, mussten geflüchtete Jugendliche oft länger als vorgesehen auf ihre Einschulung in Deutschland warten. Wie stark die Schulbiographien vor und während der Flucht bzw. nach der Ankunft in Deutschland unterbrochen waren, variiert jedoch stark. Die Forscherinnen und Forscher des Bamberger Leibniz-Institutes konnten zudem zeigen, dass die Mehrheit der Jugendlichen, die an der ReGES-Studie teilgenommen haben, gerne zur Schule gehen, teilweise aber (noch) mit sprachlichen, kulturellen und sozialen Herausforderungen konfrontiert sind.

Die Präsentation der Ergebnisse fand im Rahmen der Tagung „The German-Canadian Conference on Migration and Integration: Young (Forced) Migrants and their Families“ statt. Sie wurde vom Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS) und dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) organisiert und fand am 11. und 12. November 2019 am IMIS in Osnabrück statt. In sechs Sessions mit insgesamt 18 Präsentationen stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Kanada ihre Ergebnisse vor und diskutierten methodologische und konzeptionelle Themen. Außerdem bot sich Gelegenheit zum regen Austausch mit Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis.