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Gemeinsam eine forschungsfreundliche Dateninfrastruktur aufbauen: KonsortSWD in der NFDI gefördert

26.06.2020

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat heute beschlossen, das Konsortium für die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften (KonsortSWD) als eines von neun Gründungskonsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) zu fördern.

 

Auf ihrer Sitzung am 26.06.2020 gab die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) die Förderung von neun Konsortien in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) bekannt. Dabei vertritt KonsortSWD die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften und baut auf einem wachsenden Netzwerk von Forschungsdatenzentren (FDZ) auf. Forschenden wird so ermöglicht, auch sensible personenbezogene Daten z. B. aus der amtlichen Statistik zu analysieren. KonsortSWD knüpft direkt an die wichtigen Arbeiten des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) an und wird im Rahmen der NFDI gemeinsam mit dem RatSWD die Forschungsdateninfrastrukturen und entsprechende Dienste entwickeln und weiter ausbauen.

Als Sprecher des Konsortiums sagte Prof. Dr. Christof Wolf: „Wir freuen uns ausgesprochen, für die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften eine forschungsfreundliche Dateninfrastruktur aufbauen und einen Beitrag zur NFDI leisten zu dürfen.“ Christof Wolf ist Präsident des Leibniz-Institutes für Sozialwissenschaften (GESIS), das den Antrag für dieses Konsortium gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF), dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), dem Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen an der Georg-August-Universität (SOFI), dem Forschungsdatenzentrum Qualiservice der Universität Bremen, der Universität Duisburg-Essen, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) sowie dem Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) auf den Weg gebracht hat.

„Die Möglichkeit der Koordination und interdisziplinären Zusammenarbeit in der Weiterentwicklung von Forschungsdateninfrastrukturen stellen eine besonders lohnenswerte Herausforderung dar, an der sich das LIfBi sehr gerne beteiligt und einbringt“, so der Co-Sprecher des KonsortSWD Prof. Dr. Christian Aßmann. „Es können damit im Rahmen der NFDI weitere Möglichkeit eröffnet werden, Forschungsdaten zu nutzen und damit vielfältige Forschungsmöglichkeiten zu eröffnen.“

KonsortSWD wird bei seiner Arbeit von 39 Forschungsdatenzentren, 15 Fachgesellschaften, sieben Fachinformationsdiensten, acht Ethikkommissionen und der Leibniz-Gemeinschaft unterstützt.

„Die Mission von KonsortSWD“, erläutert Prof. Regina T. Riphahn, Ph.D., Vorsitzende des RatSWD, „ist es, die Infrastruktur zur Beforschung von Gesellschaft und Wirtschaft zu stärken, zu erweitern und zu vertiefen. Damit wird Forschung zu Themen wie demographischem Wandel, Migration und Integration, Innovation, Finanzmarktstabilität, Arbeit, Bildung, Populismus und Demokratie unterstützt.“

Geplant ist, dass KonsortSWD zum Oktober 2020 seine Arbeit aufnimmt. „Wir möchten all jene, die Daten in unseren Wissenschaftsbereichen nutzen, tatkräftig unterstützen“ ergänzt Christof Wolf „und laden daher schon jetzt dazu ein, uns weitere Ideen für den Ausbau der Infrastruktur zukommen zu lassen.“

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