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Befragungen der Inklusionsstudie INSIDE starten wieder

02.11.2020

Aufgrund der durch das Coronavirus verursachten Schulschließungen zu Beginn des Jahres musste das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) die zweiten Befragungen für die Inklusionsstudie INSIDE zum Teil verschieben. Statt im Frühsommer 2020 werden Schülerinnen, Schüler und Eltern nun in diesem Herbst und Winter befragt. Ein zusätzliches Thema ist dabei der Umgang mit den Corona-bedingten Schulschließungen und der veränderten Lehr- und Lernsituation.

 

Die Ausbreitung des Coronavirus führte im Frühjahr zur Schließung der Schulen in ganz Deutschland, sodass die Befragungen im Rahmen des Projekts „Inklusion in der Sekundarstufe I in Deutschland“ (INSIDE), die zu diesem Zeitpunkt gerade gestartet waren, abgebrochen werden mussten. Die Fragebögen für die Lehrkräfte, Schulbegleitungen und Schulleitungen konnten zwar in die Schulen geschickt werden und wurden von vielen Teilnehmenden trotz der besonderen Umstände noch im Sommer bearbeitet. Die Befragungen der Schülerinnen und Schüler und deren Eltern jedoch konnten erst in diesem Herbst beginnen und werden bis in den Winter hinein nachgeholt. Die Fragestellungen wurden hierbei um Aspekte der Schulschließungen im Frühjahr und der veränderten Lehr- und Lernsituation ergänzt.

Inklusion in der Schule ist nach wie vor ein bedeutsames Thema. Wie bisher rücken die INSIDE-Befragungen die persönlichen Inklusionserfahrungen und Sichtweisen aller teilnehmenden Personen in den Fokus. Das Team der INSIDE-Studie möchte mit seiner Forschung umfassende Erkenntnisse zur besonderen Situation von Schülerinnen und Schülern in inklusiven Klassen gewinnen.

Hintergrund
Deutschland hat sich mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention zu einem inklusiven Bildungssystem verpflichtet. Entsprechend werden zunehmend Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam mit anderen Kindern an allgemeinen Schulen unterrichtet. Beim Projekt INSIDE (Inklusion in der Sekundarstufe I in Deutschland) stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: In welcher Weise wird schulische Inklusion in der Sekundarstufe I in Deutschland umgesetzt? Unter welchen Bedingungen führt Inklusion zu einer erfolgreichen individuellen Entwicklung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und welche Effekte hat das inklusive Lernen auf die Mitschülerinnen und Mitschüler? Wie werden Unterrichtsprozesse entsprechend der individuellen Lernausgangslagen gestaltet, um die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Förderbedarf an allgemeinbildenden Schulen zu fördern?

 

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