Studie aus den USA

Die in dieser Publikation verwendeten Daten stammen aus der Early Childhood Longitudinal Study, Kindergarten Class 2010–11 (ECLS-K: 2011) mit 18.150 Kindern, die 2010 in den Kindergarten kamen. Sie sind in dieser Analyse im Durchschnitt rund sechs Jahre alt und damit ein Jahr jünger als die Teilnehmenden aus Deutschland. Sie besuchen den Kindergarten, während die Kinder in Deutschland die erste Klasse der Grundschule besuchen. Der Kindergarten ist in den USA Teil des Primarschulsystems, da Kinder hier im Gegensatz zu Deutschland entlang eines Lehrplans altershomogen unterrichtet werden. Daher haben Kinder in beiden Ländern zum Zeitpunkt der Datenerhebung trotz Altersunterschieden ähnlich viel Zeit im schulischen Kontext verbracht. Dies ermöglicht eine gute Vergleichbarkeit beider Gruppen, wenn – wie in dieser Publikation – der Einfluss verschiedener Faktoren auf ihre Kompetenzen analysiert wird.

Abbildung des sozioökonomischen Status über höchsten Abschluss in dieser Publikation

In beiden Ländern wurde höhere Bildung als Bachelor-Abschluss oder höher definiert. Niedrige Bildung wurde in den USA als Abschluss auf Pflichtschulniveau (High-School-Abschluss) definiert; in Deutschland bedeutet niedrige Bildung höchstens Hauptschulabschluss mit oder ohne berufliche Ausbildung oder mittlere Reife ohne berufliche Ausbildung. Die mittlere Bildungsgruppe umfasst alle, die weder hoch noch niedrig gebildet sind. 

Erhebung des Wortschatzes (rezeptiver Wortschatz)

Zur Abschätzung des Wortschatzes der Kinder wurde in der NEPS-Startkohorte 2 eine angepasste Version des Peabody Picture Vocabulary Test (PPVT) verwendet. Die Kinder hörten (rezipierten) aufgezeichnete Wörter und sollten hierzu ein passendes Bild aus vier Möglichkeiten auswählen. [mehr dazu]

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Internationaler Vergleich: Sprachliche Fähigkeiten Beginn Primarschule

Wortschatz am Anfang der Primarschule: Faktoren sozialer Ungleichheit wirken in Deutschland und den USA unterschiedlich

Die Abbildung zeigt die Wirkung unterschiedlicher Faktoren auf den rezeptiven Wortschatz von Kindern zu Beginn ihrer Primarschulzeit in Deutschland und den USA . Vor allem bei diesen Faktoren – die Forschenden betrachteten deutlich mehr – traten statistisch bedeutsame Unterschiede zwischen den Ländern zutage. In gleicher Richtung, wenn auch mit unterschiedlicher Stärke, wirken ein niedriger sozioökonomischer Status im Vergleich zu einem hohen, die Anzahl der Kinder im Haushalt unter 14 Jahren, ein niedriges Geburtsgewicht des Kindes sowie die Haushaltssprache. Drei Faktoren haben unterschiedliche Vorzeichen, wirken also in Deutschland und den USA in unterschiedlicher Richtung, wobei zwei hier besonders hervorstechen: Sind die Eltern alleinerziehend, fällt der Umfang des Wortschatzes bei Kindern in Deutschland größer, bei Kindern in den USA hingegen geringer aus. Umgekehrt verhält es sich bei der Frage danach, ob mindesten ein Elternteil zugewandert ist: Der Effekt ist in den USA positiv, in Deutschland negativ. 

Weitere Schlaglichter

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Internationaler Vergleich: Kompetenz Mathematik Beginn Primarschule

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Internationaler Vergleich: Verzerrte Lehrkrafturteile sprachliche Fähigkeiten von Grundschulkindern

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Wortschatz und Kindergarteneintritt