Wechselwirkung: Bewerbung und Schulabschluss

Die Effekte einer Bewerbung und eines Schulabschlusses auf die Wahrscheinlichkeit eine reguläre Ausbildung zu beginnen, wurden hier nicht nur für sich betrachtet, sondern zusätzlich mathematisch miteinander verbunden. Es zeigte sich, dass die Wirkung des einen Merkmals von dem anderen Merkmal abhängt: Eine Bewerbung beeinflusst die Chancen auf einen Ausbildungsplatz je nach vorliegendem Schulabschluss unterschiedlich stark.

Reguläre Ausbildung

Als „in regulärer Ausbildung“ gelten Personen, die eine betriebliche oder schulische Berufsausbildung aufgenommen haben. Bei Bildungsgängen an beruflichen Schulen wurden nur Personen dieser Kategorie zugeordnet, wenn sie einen Berufsabschluss anstrebten. Wer das Abitur anstrebte oder an berufsvorbereitenden Maßnahmen teilnahm, wurde nicht als in regulärer Ausbildung eingestuft.

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Bewerbung, Schulabschluss und Ausbildungschancen

Bei Jugendlichen mit maximal Hauptschulabschluss zahlt sich eine Bewerbung unterschiedlich stark aus

Die Grafik zeigt die Wechselwirkung des Schulabschlusses und der Tatsache, ob sich Jugendliche bewerben, auf die geschätzten Wahrscheinlichkeiten, eine reguläre Ausbildung zu beginnen. Bewerberinnen und Bewerber haben in allen drei betrachteten Gruppen höhere Chancen, eine Ausbildung zu beginnen als Jugendliche, die sich nicht bewerben. Wie groß dieser Vorteil ausfällt, hängt jedoch vom Vorliegen eines Schulabschlusses ab: Ist ein einfacher oder qualifizierender Hauptschulabschluss vorhanden, erhöht eine Bewerbung die Wahrscheinlichkeit, eine reguläre Ausbildung zu beginnen, deutlich stärker als bei Jugendlichen ohne Schulabschluss. Die farbigen Punkte markieren die geschätzten Werte, die senkrechten Linien stehen für den Wertebereich, in dem die Werte mit 95 % Sicherheit liegen.

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