Wenn Lernen Freude macht, steigt nicht nur die Motivation, sondern auch die Leistungskurve. Im neuen Forschungsprojekt „School Fun“ untersucht das Leibniz‑Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), welche Einflüsse in Schule und Familie den Spaß am Lernen und damit langfristig den schulischen Erfolg fördern. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) startet das Projekt im April.
Schülerinnen und Schüler, die gerne lernen, zeigen bessere Leistungen, entwickeln tieferes Interesse und eine deutlich höhere Anstrengungsbereitschaft. Sie nutzen effizientere Lernstrategien und sind besser in der Lage, sich selbst zu regulieren. Doch obgleich diese Emotion für den Bildungserfolg essenziell ist, zeigt die Forschung, dass sie im Laufe der Schulzeit oft stetig abnimmt.
Ein neuer Blickwinkel: Das Umfeld im Fokus
Anders als viele bisherige Studien blickt das neue Projekt über den Unterricht hinaus. Projektleiterin Dr. Anna Hawrot konzentriert sich auf sogenannte distale Einflussfaktoren: Die Rolle von Eltern, Lehrkräften und Gleichaltrigen und wie sie dazu beitragen, das Freude am Lernen entsteht und erhalten bleibt.
Innovation durch Open Science
Um Einblicke in die dynamischen Prozesse zu erhalten, die sich zwischen Kindern, Lehrkräften und Eltern auf der einen Seite und Lernfreude und Lernerfolg auf der anderen abspielen, werden sechs existierende, umfangreiche Längsschnittdatensätze aus frei zugänglichen Quellen ausgewertet, darunter die Daten der NEPS-Startkohorte 2. Diese Methode ermöglicht es, mithilfe statistischer Modelle tiefere Einblicke zu gewinnen, als es Einzelstudien bisher vermochten.
Förderung des schulischen Erfolgs
Durch die Identifikation der Rollen von Eltern, Lehrkräften und Gleichaltrigen soll die Studie fundierte Hinweise darauf liefern, welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden können, um die Freude am Lernen gezielt zu steigern. So wird eine Grundlage geschaffen, um den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern nachhaltig zu fördern.
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