Daten generieren

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Unsere hochwertigen Forschungsdaten sind das Ergebnis eines Prozesses, der von der Entwicklung theoretischer Konzepte und Erhebungsinstrumente über die Durchführung von Befragungen und Tests bis hin zur Aufbereitung und Bereitstellung ebendieser reicht. Viele der dabei entwickelten Ressourcen stehen im Sinne von Produkten für Forschende zur Verfügung. Andere bilden zentrale interne Bestandteile der Surveyinfrastruktur des LIfBi.

Ziel, Konzeption und Design

Die Datengenerierung am LIfBi basiert auf wissenschaftlich fundierten Konzepten und Studiendesigns. Ziele, Konzeption und Design insbesondere des Nationalen Bildungspanels (NEPS) sind in grundlegenden Publikationen, Sammelbänden und Special Issues wissenschaftlicher Zeitschriften dokumentiert (NEPS-Bibliografie). 

Ergänzt werden diese durch die NEPS Survey Papers und die LIfBi Working Papers, in denen konzeptionelle Beiträge zu Erhebungsinhalten und Konstrukten veröffentlicht werden. 

Die Entwicklung von Erhebungsprogrammen orientiert sich an festgelegten Standards. Zentrale Grundlagen bilden Konstruktpapiere, die den theoretischen und methodischen Hintergrund der zur Diskussion stehenden Inhalte beleuchten. Ergänzend werden Masterpläne und Designpapiere erstellt, die die erhebungsrelevanten Spezifikationen der einzelnen Studien und Kohorten festlegen und als Grundlage für die praktische Umsetzung der Datenerhebungen dienen.

Zentrale Referenzwerke zum NEPS

Artelt, C., Weinert, S., & Carstensen, C. H. (Eds.). (2013). Assessing competencies across the lifespan within the German National Educational Panel Study (NEPS) (Special issue). Journal for Educational Research Online, 5(2). https://www.waxmann.com/ausgabeAUG100311 

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Aßmann, C., Gnambs, T., Sengewald, M.-A., Kutscher, T., & Carstensen, C. H. (Eds.). (2024). The Na-tional Educational Panel Study (NEPS) and methodological innovations in longitudinal large-scale assessments (Special Issue). Large-scale Assessments in Education. https://doi.org/10.1186/s40536-024-00221-y 

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Blossfeld, H.-P., & Roßbach, H.-G. (Eds.). (2019). Education as a lifelong process: The German National Educational Panel Study (NEPS) (2nd ed.). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-23162-0 

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Blossfeld, H.-P., von Maurice, J., Bayer, M., & Skopek, J. (Eds.). (2016). Methodological issues of longitudinal surveys: The example of the National Educational Panel Study. Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-11994-2

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Roßbach, H.-G., Baumert, J., & Artelt, C. (Eds.). (2023). Longitudinal analysis using NEPS data (Special Issue). Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 26(2). https://doi.org/10.1007/s11618-023-01155-x

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Angebote für Forschende

 

Instrumente, Methoden und Technologien

Test- und Befragungsprogramme des LIfBi bestehen häufig aus eigens für die Erhebungen entwickelten Items, die dokumentiert werden und auch in weiteren Studien nutzbar sind. Die Inhalte sind über die LIfBi Variablensuche recherchierbar und umfassend dokumentiert. 

Für Kompetenzmessungen entwickelt das LIfBi zudem eigene Testverfahren. Die Kompetenztests werden auf Basis einer eigenen Rahmenkonzeption entwickelt und können teilweise anderen Studien zur Verfügung gestellt werden.

Jede am LIfBi durchgeführte Datenerhebung wird durch die entsprechenden Methoden der 
Stichprobenziehung, Gewichtung und ggf. Skalierung fundiert. Das Vorgehen ist in Publikationen der Reihe NEPS Survey Papers dokumentiert, begründet und dargestellt. Zudem umfassen die Methoden die insb. die Bereitstellung längsschnittlicher Gewichtungen und verlinkter Kompetenzschätzer auf Individualebene. Auch das datenschutzrechtliche Vorgehen im Rahmen der Erhebungsvorbereitung und Datenbereitstellung wird durch das LIfBi für die verschiedenen Erhebungskontexte im Rahmen der längsschnittlichen Datenerhebungen entwickelt. 

Zur Entwicklung und Verwaltung von Instrumenten betreibt das LIfBi eine leistungsfähige technische Infrastruktur. Der Metadateneditor (MDE) dient als zentrales Softwaretool zur Erfassung, Dokumentation und Verwaltung von Befragungsitems und Instrumenten. Er unterstützt die Wiederverwendung und Verknüpfung von Fragen sowie die Erstellung vollständiger Erhebungsinstrumente für unterschiedliche Erhebungsmodi.

Ergänzt wird die Infrastruktur durch spezialisierte Werkzeuge (z.B.: PReSM, LimePress und LimeSurvey customized) mit denen Instrumente dokumentiert, Fragebögen generiert und Programmiervorlagen für Erhebungsinstitute erstellt werden. Für computerisierte Gruppentestungen kommen außerdem die Erhebungssteuerung ZEUS, das Adress- und Kontaktmanagementsystem CERES sowie die im Multi Mode Labor genutzten Komponenten CATs, CONTACTS und Grafana Dashboard zum Einsatz.

Angebote für Forschende

 

Vorbereitung der Datenerhebung und Datenerhebung im Feld

Am LIfBi werden für jede Erhebung im Rahmen eines Start-Ups Designfragen, Zuständigkeiten und Zeitpläne abgestimmt. Die zentrale Steuerung erfolgt über den LIfBi Study Manager, Anpassungen werden über ein Change Request System dokumentiert und umgesetzt.

Zur Qualitätssicherung der Erhebungsinstrumente werden unter anderem kognitive Pretests mit LIfBi-Alltagsexpertinnen und -Alltagsexperten durchgeführt, deren Rückmeldungen in die Weiterentwicklung der Fragebögen einfließen.

Zur Vorbereitung jeder Datenerhebung gehören zudem zielgruppenangepasste Kommunikationsstrategien, Einwilligungs- und Datenschutzkonzepte sowie Forschungsdatenmanagementpläne. Ergänzt werden diese durch schriftliche Materialien und weitere Informationsangebote für Teilnehmende.

Multi Mode Labor am LIfBi

Die Datenerhebungen werden von externen Erhebungsinstituten oder direkt durch das Multi Mode Labor des LIfBi durchgeführt. Ein wesentliches Merkmal der Arbeit des LIfBi ist dabei die Ausrichtung an einer hohen Datenqualität. Dazu gehören die Schulung von Interviewenden, Hospitationen, die Überprüfung von Mitschnitten, der Einsatz von Instrumenten zur Qualitätssicherung sowie die Analyse der Verlaufs- und Methodendaten. Jede Erhebung endet mit der sauberen Dokumentation aller eingesetzten Instrumente und Dokumente. 

 

 

Dokumentation und Nutzendenservice

Die parallellaufenden Erhebungen der verschiedenen Studien und Kohorten erfordern eine aufwändige Dokumentation der Datensätze, Erhebungsinhalte und -kontexte. Für jede Kohorte und jede Studie werden die zentralen Dokumentationsunterlagen systematisch aufbereitet und bereitgestellt. Dazu gehören unter anderem Data Manuals, Research Data Documentations, Gewichtungsberichte und Informationen zu den Skalierungen der Kompetenztests. 

Ein wichtiger Bestandteil der Datenqualität ist die Dokumentation der erhobenen Inhalte und ihrer Metadaten. Diese werden unter anderem über die LIfBi Variablensuche erschlossen. Sie ermöglicht Nutzenden einen Überblick darüber, wann welche Inhalte und Konstrukte in den Datenbeständen verfügbar sind, und ermöglicht damit die strukturierte Erschließung des Analysepotentials der Datenbestände.

Ergänzt wird die Dokumentation durch Materialien und Werkzeuge, die die Interpretation und Nutzung der Daten unterstützen. Dazu gehören die NEPS (Video-)Tutorials, das Forum4MICA sowie weitere Informationen zu Datenaufbereitung, Anonymisierung und Verknüpfung von Datensätzen. Auch die Datenschulungen tragen dazu bei, die Datengrundlagen, Erhebungsverfahren und Dokumentationen verständlich und nachvollziehbar zu machen. Über unsere Datenangebote hinweg dokumentieren wir auch grundlegende Informationen, Empfehlungen und Best Practice Beispiele zur Umsetzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen in Bildungsstudien und stellen diese in Form von Fact Sheets zum Datenschutz in sozialwissenschaftlichen Erhebungen zur Verfügung.

Durch die sorgfältige Dokumentation der Erhebungen, Instrumente, Methoden und Datenbestände schafft das LIfBi die Voraussetzungen dafür, dass Forschungsdaten nicht nur erhoben, sondern auch langfristig transparent, nachvollziehbar und wissenschaftlich nutzbar sind.

Angebote für Forschende

 

Datenangebote und Datenanreicherung

Das Forschungsdatenzentrum des LIfBi (FDZ-LIfBi) macht hochwertige Forschungsdaten für die Wissenschaft zugänglich: Es bereitet die Erhebungsdaten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) und weiterer LIfBi-Studien nutzerfreundlich auf und stellt sie kostenfrei als Forschungsdaten in Form von Scientific Use Files (SUFs) zur Verfügung. Die Datenbestände werden kontinuierlich erweitert und durch neue Erhebungen ergänzt.

Ein wichtiger Beitrag zur Entstehung hochwertiger Forschungsdaten ist die kontinuierliche Datenanreicherung. So wird das Datenangebot des NEPS unter anderem durch NEPSADIAB ergänzt, bei dem die im NEPS erhobenen Daten mit administrativen Prozessdaten der Bundesagentur für Arbeit verknüpft und gemeinsam analysierbar gemacht werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, externe Datenbestände anzuspielen und insbesondere räumliche sowie zeitliche Kontextinformationen mit den Forschungsdaten zu verknüpfen.

Mit dem NEPS-Call for Modules wird die wissenschaftliche Gemeinschaft regelmäßig eingeladen, neue Erhebungsinstrumente zur Anreicherung der Datengrundlage einzubringen. Der NEPS-Call Add-On eröffnet Forschenden darüber hinaus die Möglichkeit, zusätzliche Erhebungsinhalte in bestehende Studien einzubringen oder weitere Datenerhebungen mit den vorhandenen Datenbeständen zu verknüpfen.

Durch die kontinuierliche Erweiterung, Verknüpfung und Anreicherung der Forschungsdaten entstehen Datenbestände, die komplexe Bildungs- und Lebensverläufe differenziert abbilden und vielfältige wissenschaftliche Analysen ermöglichen. 

Angebote für Forschende

 

Veröffentlichung, Auswertung, Nutzung & Transfer

Die Qualität und das wissenschaftliche Potenzial der am LIfBi generierten Forschungsdaten zeigen sich auch in ihrer Nutzung. Zu den Daten des NEPS und den weiteren Studien, deren Daten im FDZ-LIfBi als Scientific Use Files bereitgestellt werden, sind zahlreiche Arbeiten erschienen. Die NEPS-Bibliografie verzeichnet Arbeiten, die mit NEPS-Daten arbeiten, sowie inhaltlich-konzeptionelle Arbeiten mit expliziter Ausrichtung auf das NEPS. Diese liefern wichtige Erkenntnisse sowohl für die Bildungsforschung als auch für die Weiterentwicklung von Erhebungen, statistischen Methoden und surveymethodischen Ansätzen.

Die Nutzung unserer Daten spiegelt sich unter anderem in den zahlreichen Publikationen, wissenschaftlichen Vorträgen und Posterpräsentationen sowie den Transferberichten wider, die auf ihrer Basis entstanden sind.

Mit den NEPS-Schlaglichtern werden ausgewählte Befunde aus der Forschung mit den NEPS-Daten auf Basis bereits publizierter Forschungsarbeiten verständlich aufbereitet. Sie beleuchten zentrale Themenbereiche wie Kompetenzentwicklung über den Lebensverlauf sowie verschiedene Aspekte von Persönlichkeit, Bildungsteilhabe und gesellschaftlicher Partizipation beziehungsweise Integration.

So werden die am LIfBi Forschungsdaten wissenschaftlich nutzbar gemacht und kontinuierlich für Forschung, Wissenschaft und Gesellschaft erschlossen.

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