Das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg untersucht Bildungsprozesse von der Geburt bis ins hohe Erwachsenenalter. Um die bildungswissenschaftliche Längs­schnittforschung in Deutschland zu fördern, stellt das LIfBi eine grundlegende, überregional und international bedeutsame, forschungsbasierte Infrastruktur für die empirische Bildungsforschung zur Verfügung. Kern des Instituts ist das Nationale Bildungspanel (NEPS), das am LIfBi beheimatet ist und die Expertise eines deutschlandweiten, interdisziplinären Exzellenznetzwerks vereint. 

27.04.2026

Wie Simulationen in der Hochschulbildung beim Lernen helfen

Unter welchen Bedingungen fördert simulationsbasiertes Lernen die Entwicklung komplexer Kompetenzen im Hochschulbereich? Durch welche Lernprozesse und für wen ist diese Methode wirksam? In seiner LIfBi Lecture stellte Prof. Dr. Frank Fischer von der Ludwig-Maximilians-Universität München Ergebnisse aus experimentellen und metaanalytischen Studien der DFG-Forschungsgruppe FOR 2385 COSIMA zu diesem Thema vor.

Am Beispiel von angehenden Mediziner:innen und Lehrkräften zeigte Fischer auf, wie Studierende schon während des Studiums komplexe Kompetenzen trainieren können, die von ihnen in ihrem späteren Berufsalltag erwartet werden. Bei angehenden Lehrkräften sind das die sogenannten „Core Practices for Teaching“, die auch das Gutachten des von der Bayerischen Staatsregierung einberufenen Expertengremiums zur Neuausrichtung der Lehrkräftebildung in den Mittelpunkt stellt (News: Bayern will Ausbildung von Lehrkräften modernisieren). Dazu gehören beispielsweise das Leiten von Gruppendiskussionen und Gruppenarbeit, Verständnis- und Lernzielkontrolle oder das Planen und Vorbereiten von Unterrichtssequenzen. Bei angehenden Mediziner:innen handelt es sich beispielsweise um Fähigkeiten, die zur Anamnese und Diagnosestellung notwendig sind oder in der Zusammenarbeit mit interdisziplinären Teams gebraucht werden.

Simulierte Lernumgebungen für das Training dieser komplexen Kompetenzen bieten einige Vorteile. So kann beispielsweise das jeweilige Vorwissen der Studierenden berücksichtigt werden, Lernprozesse durch Wiederholung effektiver gestaltet oder gezielte didaktische Unterstützung gegeben werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Forschungsarbeiten der COSIMA-Gruppe liegt darauf, wie künstliche Intelligenz sowohl die Datenanalyse als auch die Bereitstellung personalisierter Anleitung unterstützen kann, beispielsweise durch adaptives und anpassungsfähiges Scaffolding und Feedback im simulationsbasierten Lernen.

Für ihre Arbeit wurde die COSIMA-Forschungsgruppe 2023 mit den GEBF-Preis für die Förderung der Interdisziplinarität in der Bildungsforschung ausgezeichnet.

 

Weitere Neuigkeiten

NEPS | Nationales Bildungspanel

Das Nationale Bildungspanel ist die größte bildungswissenschaftliche Langzeitstudie in Deutschland. Durch die kontinuierliche Befragung und Testung von mehr als 70.000 Menschen entsteht und wächst ein international bedeutsamer Datenschatz, durch den Bildungsprozesse von der Geburt bis ins hohe Erwachsenenalter erforscht werden können.

Das NEPS vereint die Expertise von über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an mehr als 13 Standorten deutschlandweit und ist am LIfBi in Bamberg beheimatet.

Großprojekte

 

Daten- und Serviceportal

Unser Daten- und Serviceportal beinhaltet das vollständige Angebot an Forschungsdaten des LIfBi und diesbezüglichen Dienstleistungen. Es informiert über die Voraussetzungen des Zugangs zu den Daten und unterstützt bei der Suche nach Variablen und Dokumentationsmaterialien. Das Portal verweist auf zahlreiche Hilfen für den Umgang mit den verfügbaren Scientific-Use-Files. 

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LIfBi Lectures

Die Vortragsreihe LIfBi Lectures bildet eine offene wissenschaftliche Dialogplattform über Fachgrenzen und Institutsbereiche hinweg. Gerade jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gibt die Vortragsreihe die Möglichkeit zur Vernetzung und zum interdisziplinären Dialog in unterschiedlichen Formaten rund um die Vorträge.

Zu den Veranstaltungen

Transfer

Zur Vermittlung unserer Forschungsergebnisse und dem Transfer unserer wissenschaftlichen Expertise werden am LIfBi die wichtigsten Themen und Aktivitäten des LIfBi aufbereitet, beispielsweise im Jahresbericht, in den LIfBi-News und im Newsletter LIfBi info. Unsere Transferberichte präsentieren Forschungsergebnisse allgemein verständlich.

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Publikationen

Die Forschenden am LIfBi publizieren zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten. Das Leibniz Institut gibt auch zwei eigene Publikationsreihen LIfBi Working Paper und NEPS Survey Paper sowie Transferberichte zu gesellschaftliche hochrelevanten Themen heraus.

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Karriere

Rund 250 Personen arbeiten derzeit am LIfBi in den Bereichen Forschung, Infrastruktur und Verwaltung. Unser wissenschaftliches Personal ist international und interdisziplinär aufgestellt – genau wie unsere Forschung. Diversität und Chancengleichheit gehören auf allen Ebenen zu unserem Selbstverständnis. Als familienfreundlicher Arbeitgeber unterstützt das LIfBi die Vereinbarkeit von Familienleben und Berufstätigkeit.

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Infrastruktur

Unsere Expertise als Infrastruktureinrichtung umfasst die Entwicklung von geeigneten Kompetenztests und Befragungsinstrumenten, über die Administration von großangelegten Bildungsstudien, bis hin zur Erforschung von wissenschaftlichen Methoden der Datenerhebung und -auswertung. Die gewonnen und aufbereiteten Daten stellen wir Forschenden weltweit kostenlos zur Verfügung. 

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Medien

Gerne vermitteln wir Ihnen Kontakte zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des LIfBi. Bei Medienanfragen bieten wir umfassende Unterstützung und organisieren Hintergrundgespräche für Politik, Redaktionen und Verbände. Unsere überregionalen Pressemitteilungen finden Sie im externen Presseportal. Auch in unseren Presseverteiler nehmen wir sie bei Interesse gerne auf.

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