Wissenschaftliche Begleitung der Wohnungsbaupolitik in Mecklenburg-Vorpommern 2020-2030

Ziel

Die wissenschaftliche Begleitung des Landesprogramms „Zukunft des Wohnens in Mecklenburg-Vorpommern“  soll die Wirksamkeit des Landesprogramms untersuchen. Das Landesprogramm hat sich zum Ziel gesetzt, die soziale Segregation in städtischen aber auch touristischen Gebieten durch wohnungsbaupolitische Maßnahmen abzumindern. Die wissenschaftliche Begleitung ist insgesamt auf einen Zeitraum von zehn Jahren angelegt. Welche methodischen Zugänge umsetzbar sind, soll in einem ersten Teilprojekt „Projektplanung und Umsetzbarkeitsprüfung“ untersucht werden. Ziel des Teilprojektes ist es, die verschiedenen Maßnahmen der Landesregierung zu systematisieren. Anschließend soll geprüft werden, welche kleinräumigen Sozialdaten vorhanden sind, um Segregationstendenzen abzubilden. Hiermit kann abschließend geprüft werden, welche wohnungsbaupolitischen Maßnahmen zu einer Minderung von Segregationsprozessen beitragen.

 

Hintergrund

Die Ungleichverteilung sozialer Gruppen, darunter besonders die räumliche Verteilung einkommensschwacher Menschen, hat in den deutschen Städten in den letzten Jahren zugenommen. Dies trifft vor allem auf die ostdeutschen Städte und auch in besonderem Maße auf die Städte in Mecklenburg-Vorpommern zu. Hier verteilen sich arme Menschen räumlich besonders ungleich in den Städten, was eine starke Armutsballung in bestimmten Quartieren zur Folge hat. Diese räumliche Konzentration einkommensschwacher Familien hat – nach bisherigem Forschungsstand – negative Auswirkungen auf die Bildungs- und Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen. Will man den sozialen Segregationsprozessen entgegenwirken, ist es nötig wohnungsbaupolitisch tätig zu werden.

Um dieses und weitere Handlungsfelder in der Wohnungsbaupolitik anzugehen, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern bereits 2019 das Landesprogramm „Zukunft des Wohnens in Mecklenburg-Vorpommern“ gestartet. Das Programm gibt Leitlinien und konkrete Maßnahmen für die Wohnungsbaupolitik bis 2030 vor. Die Initiative unter Federführung des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung kann ein erster Schritt in die Richtung sein, soziale Segregation wirkungsvoll zu begrenzen bzw. mittel- und langfristig abzumildern. Inwieweit dies gelingt, soll die wissenschaftliche Begleitung des Programms evaluieren.

 

Vorgehen und Methoden

Das Teilprojekt 1 „Projektplanung und Umsetzbarkeitsprüfung“ untersucht, welche methodischen Zugänge umsetzbar sind. Dieser erste Projektabschnitt soll bis Ende März 2022 umgesetzt werden. Auf Grundlage des ersten Teilprojekts soll bis Ende Juli 2021 das weitere Vorgehen des Forschungsprojekts bis Ende 2030 präzisiert und damit die Fortsetzung beantragt werden.

 

Fördermittelgeber

Land Mecklenburg-Vorpommern
Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung (Schwerin)

 

Projektzeitraum

April 2020 – März 2022

 

Kontakt

wohnungsbaupolitik-mv@lifbi.de

 

 

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Sebastian Steinmetz

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