NEPS-Etappe 2/3 – Kindergarten, Grundschule und Übertritt in eine Schulart der Sekundarstufe I

Kindergarten und Übergang in die Grundschule

 

Im Jahr 2010 besuchten 96 Prozent aller vierjährigen Kinder in Deutschland einen Kindergarten. Im Rahmen des Nationalen Bildungspanels (NEPS) wird daher der wichtige Übergang aus dem häuslichen Umfeld in außerfamiliale Lernumwelten mit all seinen Auswirkungen auf die weitere Entwicklung nachgezeichnet. Hierzu wurden und werden umfangreiche, theoriegeleitete Erhebungen mit den Kindern (als Zielpersonen), ihren Eltern, und, wenn möglich, den Erzieherinnen und Leitungen der besuchten Kindergärten durchgeführt.

 

So wird es möglich, die Kompetenzentwicklung und Bildungsverläufe in dieser Altersgruppe umfassend zu analysieren. Welchen Einfluss haben hierbei z. B. spezifische Lernumwelten wie Kindergarten, Grundschule und Familie? Wie gestalten sich die Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule und die damit zusammenhängenden Bildungsentscheidungen? Mit den erhobenen Daten wird es z. B. möglich sein, das Ausmaß und die Bedeutung sozialer und ethnischer Disparitäten bereits in dieser wichtigen Lebensphase zu untersuchen.

 

 

Grundschule und Übertritt in eine Schulart der Sekundarstufe I

 

Die Leistungsfähigkeit der Kinder unmittelbar zu Beginn der Grundschulzeit ist äußerst heterogen. Ob und in welchem Ausmaß die Grundschule die Differenzen zwischen diesen Kindern im Zeitverlauf reduzieren kann, ist noch ungeklärt. In den meisten Bundesländern dauert die Grundschule vier Jahre. Danach wechseln die Kinder in eine Schulart der Sekundarstufe I mit unterschiedlichen Curricula und unterschiedlich ertragreiche Bildungsabschlüssen. Deshalb kommt dem Übergang in das gegliederte Schulsystem eine enorme Bedeutung für den gesamten weiteren Lebensweg zu.

 

Dieser Lebensabschnitt innerhalb einer Bildungsbiografie wirft eine Reihe spannender Fragen auf, u. a.: Wie entwickeln sich Kompetenzen während der Grundschulzeit? Welche Faktoren verstärken oder reduzieren den Zusammenhang zwischen sozialer und ethnischer Herkunft und erreichten Kompetenzen im Zeitverlauf? In welchem Ausmaß sind die Bildungsentscheidungen der Eltern am Ende der Grundschulzeit das Ergebnis der schulischen Leistungen des Kindes, der elterlichen Ressourcen und Bildungsziele und der institutionellen Rahmenbedingungen? Welche Strategien und Entscheidungen lassen sich beobachten, wenn die schulischen Leistungen des Kindes nicht mit den Bildungserwartungen der Eltern übereinstimmen?

 

Kontakt: neps-etappe-2-3(at)lifbi.de

 

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