Kompetenzen

Der Arbeitsbereich Kompetenzen umfasst Projekte, deren gemeinsames Ziel die Erfassung und Analyse von Kompetenzen ist, die als bedeutsam für Bildung und Verläufe des Bildungserwerbs in unterschiedlichen Lebensphasen erachtet werden.

 

„NEPS-Kompetenzen“ ist das umfangreichste dieser Projekte. Dessen Hauptaufgabe ist die Entwicklung von Testinstrumenten, die es ermöglichen, verschiedene bildungsrelevante Kompetenzbereiche über den gesamten Lebenslauf hinweg – vom Kindergartenalter bis hin zum hohen Erwachsenenalter – zu erfassen. Die Erhebung von Kompetenzen soll u. a. darüber Aufschluss geben, wie Kompetenzen im Lebenslauf erworben werden und in welcher Weise sie zum Erreichen von Bildungsabschlüssen und zu einem erfolgreichen individuellen und gesellschaftlichen Leben beitragen.

 

Das Projekt Data Literacy untersucht digitale und datenbezogene Kompetenzen der bundesdeutschen Bevölkerung. Erfasst werden dabei die zentralen, grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten von Menschen, die als Voraussetzung für einen kompetenten Umgang mit digitalen Informationen und Daten im Lebensalltag anzusehen sind.

 

Abgeschlossene Projekte:

 

„PIAAC-L – Programme for the International Assessment of Adult Competencies – Longitudinal“ befasste sich mit der Kompetenzentwicklung im Erwachsenenalter und begleitete die deutsche PIAAC-Stichprobe, auch bekannt als PISA für Erwachsene, über drei zusätzliche Erhebungswellen mit international vergleichbaren Kompetenztests. Auf diese Weise konnten wichtige Erkenntnisse zur Bedeutung individueller Kompetenzen auf den Erwerbsverlauf gewonnen werden.

 

Das Projekt „MultiTex – Prozessbasierte Diagnostik des Textverstehens mit multiplen Dokumenten (Multiple Documents Literacy, MDL)“  konzentrierte sich auf Kompetenzen von Studierenden. Im Zentrum dieses Projekts stand die Kompetenz, Texte zu verstehen und dabei Informationen aus unterschiedlichen Quellen und Dokumenten zu integrieren – eine Kompetenz, die für Studierende ganz unterschiedlicher Fachrichtungen von zentraler Bedeutung ist.

 

Im Fokus des Kooperationsprojekts „Zugänge zu jungen Erwachsenen mit geringen Schriftsprachkenntnissen" („REAching young adults with low ACHievement in literacy“, REACH) stand eine Gruppe von lesefernen jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 35 Jahren. Zunächst ging es darum, diese besondere Gruppe auf der Grundlage vorhandener Datenquellen zu charakterisieren. Anschließend wurde eine kleine Zahl von Zugangswegen und Ansprachemöglichkeiten erprobt und begleitend evaluiert.